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Document Details :

Title: Die pachomianische Geheimschrift im Spiegel der Hieronymus-Übersetzung
Author(s): JOEST, Ch.
Journal: Le Muséon
Volume: 112    Issue: 1-2   Date: 1999   
Pages: 21-46
DOI: 10.2143/MUS.112.1.519488

Abstract :
Wer immer sich mit den Pachombriefen beschäftigt, stößt auf das eigenartige Phänomen der pachomianischen Geheimschrift. Die bisherigen Versuche, diesen merkwürdigen Code zu dechiffrieren, stützen sich durchweg auf die lateinische Version der Pachomianer-Schriften, die auf Wunsch eines alexandrinischen Priesters namens Silvanus im Jahre 404 durch Hieronymus in Bethlehem angefertigt wurde. Damit stehen die genannten Decodierungsversuche zusätzlich vor dem Problem der Zuverlässigkeit von Hieronymus' Arbeit. Zwar beteuert er selbst im Vorwort zu seiner Übersetzung, daß er sich im Falle dieser Code-Buchstaben ganz getreu an seine Vorlage gehalten habe, aber ein Vergleich seiner Fassung der Briefe mit den uns bisher zugänglichen griechischen oder gar koptischen Handschriften derselben Schriftstücke läßt neben gewissenhafter Treue z. T. auch erhebliche Unterschiede erkennen. Jede Beschäftigung mit der lateinischen Version der Pachombriefe muß sich daher den damit aufgeworfenen Fragen stellen, zumal wenn sie dem Geheimcode einige Bedeutung zumessen oder ihn gar deuten will.

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