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Document Details :

Title: Commun(icat)ing Bodies
Subtitle: An Approach to Understanding the Body as Medium
Author(s): ORNELLA, Alexander D. , LARCHER, Gerhard
Journal: ET-Studies
Volume: 2    Issue: 2   Date: 2011   
Pages: 287-297
DOI: 10.2143/ETS.2.2.2172274

Abstract :
'The only way of expression is to perform', stellt die Performance-Künstlerin Marina Abramović fest. In ihrer Kunst bringt sie eindrucksvoll zum Ausdruck, dass der Körper im Zentrum all unserer zwischenmenschlichen kommunikativen Beziehungen liegt. Wir kommunizieren aber nicht nur mit unserem Körper, sondern der Körper selbst ist ein Medium, der Sinn und Bedeutung vermittelt und dem wir Kommunikation und Bedeutung einschreiben, z.B. durch die Art und Weise, wie wir ihn bekleiden oder in Bildern darstellen und inszenieren. Was wir mit unseren Körpern tun und was unsere Körper mit uns tun, sind Wege, überlieferte Köper-Erzählungen zu festigen oder aber auch zu unterminieren. Vor allem im religiösen Kontext ist der Körper ein eindrucksvolles und ausdrucksstarkes Medium. Im Laufe der Zeit haben religiöse Gemeinschaften komplexe Symbol- und Wertsysteme sowie Praktiken entwickelt, in deren Zentrum der Körper steht und die mit und am Körper sichtbar werden. So sind beispielsweise Gebetspraktiken grundlegend auch Körperpraktiken, in denen der Körper nicht nur das gesprochene Wort ergänzt, sondern selbst Gebet ist. Das Forschungsprojekt Commun(icat)ing Bodies, finanziert vom Österreichischen Wissenschaftsfonds FWF, versteht den Körper als Medium und analysiert, wie das Körper-Medium mit dem Kommunikationssystem ‚Religion’ interagiert und wie religiöse Kommunikationssysteme dem Körper Bedeutung einschreiben. Als Medium ist der Körper nämlich immer auch kulturell und historisch geprägt; eine Analyse dieser Einschreibprozesse kann zu einem besseren Verständnis beitragen, wie Menschen ihren Körper erfahren und welche Schablonen sie verwenden, diese Erfahrungen zu deuten und zu interpretieren.

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