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Document Details :

Title: Das Aramaïsch in den römischen Ostprovinzen
Subtitle: Sprachsituationen in Arabien, Syrien und Mesopotamien
Author(s): GZELLA, H.
Journal: Bibliotheca Orientalis
Volume: 63    Issue: 1-2   Date: januari-april 2006   
Pages: 15-39
DOI: 10.2143/BIOR.63.1.2015524

Abstract :
Die Untersuchung der aramäischschreibenden Kulturen im en des Römischen Reiches hat während der letzten Jahre große Fortschritte gemacht. Zur Zeit befindet sie sich allerdings in einer merkwürdigen Situation: einerseits liegt das nabatäische, das palmyrenische und das altsyrische wie das ostmesopotamische Textmaterial nun in teils kommentierten Corpora und Gesamtausgaben mehr oder weniger gewissenhaft bearbeitet vor; weiterhin spiegeln Übersichtsdarstellungen wie der Band über die Nabatäer von Ursula Häckl, Hanna Jenni und Christoph Schneider oder die ganz auf Palmyra ausgerichtete Gedenkschrift für Delbert Hillers den aktuellen Forschungsstand in seiner ganzen Breite. Ande- rerseits zeugen aber gerade die jüngsten althistorischen Beiträge zu diesem unverändert anziehenden Raum, einer allgemeinen Umorientierung innerhalb der Alten Geschichte ihren Tribut zollend, von einer unkritischen Hinwendung zu den neuesten soziologischen Entwürfen und Modellen. Darüber haben sie jedoch etwas den Anschluß an die mittlerweile leicht zugänglichen, aber, bei aller stereotypen Formelhaftigkeit, in ihrer inhaltlichen Komplexität merklich unterschätzten Inschriften verloren. Wer am leckeren Weißbrot der Theoriebildung Gefallen gefunden hat, vergißt darüber leicht, wie nahrhaft das Schwarzbrot der Epigraphik und der Philologie ist.

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