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Title: Germanische Tieronomastik im Ysengrimus
Author(s): DEL ZOTTO, C.
Journal: Onoma
Volume: 36    Date: 2001   
Pages: 333-350
DOI: 10.2143/ONO.36.0.563292

Abstract :
Folgender Beitrag analysiert das germanische Element in der Tieronomastik des mittellateinischen Gedichtes Ysengrimus, üblicherweise Magister Nivardus zugeschrieben. Wegen der germanischen Züge im Latein des Verfassers und in der Namenerfindung für die Hauptfiguren des Tierepos, abgesehen von anderen historischen und geographischen Angaben, lässt sich Südflandern als Entstehungsgebiet des Werkes feststellen. Die linguistische Pluralität, die im Ysengrimusaus der Gegenüberstellung von französischen und germanischen Sprach- und Kulturräumen hervorgeht, wird meisterhaft von dem Dichter in seiner Satire stilistisch angewandt. Und als Verdienst des Verfassers muss die Erfindung einer onomastischen Tradition im Rahmen der Tierepik anerkannt werden. Aus dem Epos von Nivardus stammen nämlich der Name Isegrim, der im Deutschen eine mürrische Person bezeichnet, und der Name Renart, der im Französischen die ursprüngliche Benennung des Fuchses, goupil, in Vergessenheit geraten lassen hat.

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