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Title: Die Verkündigungsszene in der frühbyzantinischen Kunst unter besonderer Berücksichtigung der koptischen Kunst
Subtitle: Teil II
Author(s): AL-RAWI-KÖVARI, Melinda
Journal: Journal of Coptic Studies
Volume: 10    Date: 2008   
Pages: 113-165
DOI: 10.2143/JCS.10.0.2030849

Abstract :
Die Verkündigungsszene, die sich auf verschiedenen Kunstobjekten befindet, ist auf recht unterschiedliche Weise (allein oder in einem christologischen Zyklus sowie in verschiedenen Formen) dargestellt. In der vorliegenden Arbeit habe ich schriftliche Quellen zitiert und eine ikonographische Analyse in den von mir aufgestellten Gruppen durchgeführt. Unter den schriftlichen Quellen befinden sich Beschreibungen der christologischen Zyklen.
Ein Ausgangspunkt dieser Arbeit war das Textilfragment im Kunstgewerbemuseum in Budapest, das die Verkündigungsszene darstellt. Diese Gruppe der Claven enthält christologische Zyklen, und die Ähnlichkeiten weisen auf ein- und dieselbe Werkstatt hin. In die Textilien wurden verschiedene Darstellungsweisen der Verkündigungsszene eingewebt (auf Claven, Medaillons und mit der draw-loom-Technik als geflochtene Motive). In meiner Arbeit habe ich einige Gruppen von Textilien, die christologische Szenen enthalten, zusammengestellt und geprüft. Die verschiedenen Kunstobjekte tragen die gleichen christologischen Zyklen und besaßen eine magische und religiöse Funktion, weshalb ich ihre magischen und symbolischen Bedeutungen zu erklären versucht habe. Die Mariologie spielte in der frühbyzantinischen Kunst eine wichtige Rolle, und Maria kam eine bedeutende Schutzfunktion zu (z.B. auf Kleidern, Ampullen, Armbändern, Wandmalereien). Mit meiner Arbeit wollte ich auf die Beziehungen zwischen den symbolischen Bedeutungen, die die verschiedenen Kunstobjekte tragen, hinweisen. Als Ergebnis ist sowohl ein religiöses als auch symbolisches Denken in der frühchristlichen Kunst festzustellen, in dem die christologischen Zyklen einen ganz besonderen Platz eingenommen haben.

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