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Document Details :

Title: Untersuchungen zu den attischen 'Pferdekopfamphoren'
Author(s): KREUZER, Bettina
Journal: BABESCH
Volume: 73    Date: 1998   
Pages: 95-114
DOI: 10.2143/BAB.73.0.539678

Abstract :
Die Vorstellung einer kleinen Pferdekopfamphora in der Archäologischen Sammlung der Universität Freiburg bietet Anlaß, noch einmal Chronologie und Stellenwert der attischen Pferdekopfamphoren zu diskutieren. Wie alle Pferdekopfamphoren ist auch die Freiburger Neuerwerbung eine Amphora vom Typ B2. Ihre Innenseite ist bis auf die Höhe der zwei roten Linien auf der Außenseite des Halses mit Glanzton überzogen, die Oberfläche darunter tongrundig; am Boden und auf der unteren Wandung haben sich Erde- und Lehmreste erhalten. Zwei Purpurstreifen betonen die Ränder der glanztonbedeckten Lippe; die schwarzen Flächen des Gefäßes gliedern parallele Purpurlinien – am Hals, unterhalb des Bildfeldes und auf dem Fuß –, ein tongrundig ausgesparter Streifen auf halber Höhe zwischen Bildfeld und Fußansatz lockert die dunkle Fläche auf. Auf beiden Seiten sitzt das Bildfeld auf den roten Streifen; es enthält je eine nach rechts gerichtete Protome eines Pferdes mit Halfter, das auf der Vorderseite (A) dem größeren Bildfeld entsprechend das der Gegenseite (B) übertrifft. Beide Protomen füllen die gesamte Höhe des Feldes; Protome (A) nimmt nahezu die volle Breite ein, (B) nur die rechte Hälfte. Während der Stirnschopf auf (A) durch zwei deutlich getrennte und rot aufgehöhte Strähnen wiedergegeben ist, besteht er auf der Rückseite nur aus einer breiteren Glanztonlinie, die durch Ritzung zweigeteilt ist, aber ohne Farbe blieb. Rot sind auf beiden Seiten die Mähnenhaare und die rautenförmig gestaltete (“diamond shaped”) Stirnlocke; auf (A) weiterhin die Iris, auf (B) der Verbindungspunkt des Halfters.

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