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Title: Beobachtungen zum Chahartaq und zur Topographie von Girre
Author(s): HUFF, Dietrich
Journal: Iranica Antiqua
Volume: 30    Date: 1995   
Pages: 71-92
DOI: 10.2143/IA.30.0.519285

Abstract :
In den schmalen, langgestreckten Schwemmebenen und Bergtälern der südlichen Zagrosketten zwischen Farrashband und Kazerun hat sich eine ungewöhnlich große Anzahl sog. Cahartaqs erhalten, Ruinen von Bauten mit einem zentralen Kuppelraum mit Eckpfeilern, die allgemein als die Reste sasanidischer Feuertempel gelten. Unter ihnen ist der Cahartaq von Girre, arabisiert Djirre, nicht nur der größte. Seitdem E. Herzfeld anläßlich seiner Forschungsreise in Iran in den Jahren 1923/24 darauf aufmerksam gemacht hat, daß sich unter den Ruinen dieses auf der Grenze zwischen den alten Distrikten Shapur und Ardashir Khurre gelegenen Gebiets die von Tabari erwähnten Tempelbauten des Mihr Narse befinden können, des berühmten Vezirs der Sasanidenkönige Yazdegerd I (399-420), Bahram V Gur (420-438) und Yazdegerd II (438-457), dessen Brückenbau in der Schlucht Tang-i Ab bei Ardashir Khurre/Firuzabad inschriftlich belegt ist, hat der Cahartaq von Girre auch ein besonderes historisches Interesse gefunden. Außerdem wurde er durch seine eindrucksvolle Lage auf einem Felsplateau hoch über dem Steilufer des Girre-Flusses, des heutigen Rudkhane-ye Shirin, zu einem der Prototypen des vermeintlichen Baldachin-Cahartaqs oder Signal-Feuertempels, als A. Godard und K. Erdmann die irrtümliche Theorie vom vierseitig offenen Kuppelpavillon als dem charakteristischen Bautyp des sasanidischen Feuertempels progagierten.

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